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Mittwoch, 29. September 2010

Terrorgefahr in Deutschland wird nicht ernst genommen !!!!

Deutsche Behörden spielen Terrorgefahr herunter
 
Sicherheitsbehörden betonen trotz der gerade bekannt gewordenen Anschlagspläne, die Terrorgefahr habe nicht zugenommen. Nervös sind sie trotzdem.
Oktoberfest - Sicherheit 
Foto: dpa Kontrollgang auf dem Oktoberfest: Die Sicherheitsbehörden machen sich angeblich jetzt nicht mehr Sorgen um die Besucher als vorher
Von M. Lutz, F. Hanauer, M. Stürmer und L. Wiegelmann
Wenn Jörg Ziercke es angeblich schon nicht genau weiß, dann kann Deutschland eigentlich nicht in großer Gefahr sein. Nicht, dass der Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA) irgendetwas verharmlost hätte. Im Gegenteil: Er klagte gestern im Innenausschuss des Bundestages über die gestoppte Vorratsdatenspeicherung von Telefon- und Internetverbindungsdaten, die es den BKA-Ermittlern unmöglich mache, Kriminelle oder gar Terroristen aufzuspüren. Doch als er, anders als geplant, über die vermeintlich neuen Terroranschläge in Europa sprechen musste, gab sich Ziercke einsilbig. „Für Deutschland gibt es keine Hinweise, wann und wo sie stattfinden sollten“, soll Ziercke Sitzungsteilnehmern zufolge gesagt haben. Und überhaupt: Die Anschlagspläne, die jetzt in den Medien besprochen würden, seien ja „schon seit Monaten bekannt.“ Die Botschaft war klar: Keine Panik. Auch andere deutsche Sicherheitsbehörden bemühten sich, den Eindruck einer unmittelbar bevorstehenden Terrorwelle in Europa zu relativieren. Das Innenministerium und der Verfassungsschutz machten sich sogar die Mühe, eine gemeinsame „Sprachregelung“ abzustimmen und zu veröffentlichen. Etwas umständlich heißt es da: „Die derzeit insbesondere von amerikanischen und britischen Medien publizierten Darstellungen, wonach al-Qaida längerfristig plane, Anschläge in den USA, in Europa und auch in der Bundesrepublik zu begehen, sind den Bundessicherheitsbehörden bekannt.“ Die Hinweise führten „zu keiner Veränderung der Gefährdungsbewertung.“
Attentate in New York

Vom „Schuh-Bomber" bis zum versuchten Anschlag auf New Yorks U-Bahn:
Vieles spricht allerdings dafür, dass die öffentlichen Einlassungen nicht die ganze Wahrheit sind. Allein die Vorsicht, dass man sich auf eine wortgleiche gemeinsame Erklärung verständigt und alle nach geordneten Stellen auf diese Formulierung zu verweisen haben, zeigt die Nervosität der Behörden. Hinter den Kulissen ist in Geheimdienstkreisen von deutlichen Signalen für eine steigende Terrorgefahr die Rede. Mitarbeiter des Auswärtigen Amtes bemühen sich schon seit Wochen, Zugang zu dem in einem afghanischen Gefängnis festgehaltenen Deutsch-Afghanen Ahmed S. zu erhalten. Das Innenministerium würde sich ebenfalls gern einmal mit dem Mann unterhalten, den die Amerikaner als wichtige Quelle im Anti-Terror-Kampf einschätzen. Wenn BKA-Ermittler nicht schon längst bei ihm in der Zelle saßen und ihn verhört haben, was auch denkbar ist. Wie aus mit Sicherheitsfragen befassten Bundestagskreisen verlautet, ist es „nicht unüblich“, dass auch deutsche Ermittler an Verhören inhaftierter Terrorverdächtiger im Ausland teilnehmen. Nach den bisher öffentlich gewordenen Aussagen von S. hätten bei von Pakistan aus geplanten Attentaten zeitgleich London sowie Großstädte in Deutschland und Frankreich angegriffen werden sollen. Vorbild war offenbar die blutige Terroraktion im indischen Mumbai, bei der im November 2008 insgesamt 166 Menschen getötet wurden. Wie die WELT erfuhr, wurden mehrere Gruppen deutscher, arabischer und tschetschenischer Terroristen mit europäischen Pässen in Trainingscamps in Pakistan ausgebildet. In Deutschland hätten die Islamisten besonders so genannte „weiche Ziele“ wie U-Bahnhöfe, Züge und Menschenansammlungen angreifen sollen. Nach Angaben der Sicherheitsbehörden seien die Pläne noch in einem frühen Stadium gewesen. Eine Liste konkreter Ziele und Orte habe es nicht gegeben.

Von Hamburg nach Afghanistan

S. sitzt bereits seit Monaten im US-Militärgefängnis Bagram in Afghanistan. Er war im Sommer 2010 in der Hauptstadt Kabul festgenommen worden. Der Deutsch-Afghane soll der Islamischen Bewegung Usbekistans (IBU) angehören, ebenso wie der vor drei Monaten in Pakistan verhaftete Rami M. (25). Diese terroristische Vereinigung verübt Terroranschläge auf pakistanische Sicherheitskräfte und Mitglieder der internationalen Nato-Schutztruppe Isaf, bei der sie von den Taliban unterstützt werden.
Gemeinsam mit einer Reisegruppe soll S. im März 2009 von Hamburg nach Afghanistan aufgebrochen sein. Nach WELT-Informationen hat sich der 36-Jährige zuvor länger in der Hansestadt aufgehalten. Er soll in geordneten Verhältnissen in einem unauffälligen, bürgerlichen Stadtteil gelebt haben. Geboren wurde er in Afghanistan, wo ihn auch verschiedene Reisen immer wieder hingeführt haben.
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Es fällt auf, dass die angeblich geplanten Terroraktionen in Europa von Pakistan aus organisiert und gelenkt werden sollten. Das zeigt einmal mehr, wie wichtig Pakistan für den islamistischen Terrorismus geworden ist. In den westlichen Grenzprovinzen des Landes liegen Rückzugsräume, dort rekrutieren die Taliban ihre Kämpfer für den afghanischen Bürgerkrieg, dort hat die pakistanische Armee den Kampf gegen die Taliban weitgehend aufgegeben. Offenbar dienten die verstärkten US-Drohnenangriffe der vergangenen Wochen dazu, die feindlichen Basen in der Region zu schwächen. Diese gezielten Operationen der CIA waren zuletzt immer häufiger geworden, allein 20 solcher Attacken gab es im Monat September. Die Kampfdrohnen vom Typ Predator (Raubtier), mit Hellfire-Raketen bewaffnet, werden von Florida aus per Computer gesteuert. Unbemannte Luftfahrzeuge (UAVs =Unmanned Aerial Vehicles) sind eine Art übergroßes Flugzeugmodell. Sie können viele Stunden lang in der Luft bleiben, lauern in Höhen um die 3000 Meter, sind damit vom Boden kaum noch sichtbar und schlagen zu, wenn die Aufklärung hinreichend verdichtet ist. In Washington wurde die Öffentlichkeit in den vergangenen Tagen verstärkt informiert, namentlich New York Times und Wall Street Journal brachten ausführliche Berichte über Strategie und Taktik des Drohneneinsatzes.
Die deutschen Behörden spielen die Terrorgefahr herunter, und das hat auch seinen guten Sinn. Man will selbst das Gesetz des Handelns und den Moment des Zugriffs in Deutschland bestimmen. Wann dieser Moment allerdings kommt, ist ungewiss: Heute, morgen, irgendwann. Übrigens ist daran zu erinnern, dass in den letzten Jahren sechs Anschläge vereitelt wurden (darunter die „Sauerland-Gruppe“). Zwei weitere scheiterten aber nur deshalb, weil die Terroristen Fehler machten. In diesem Gewerbe gilt der höhnische Satz der IRA in Richtung der britischen Armee und Polizei: „Ihr müsst immer Erfolg haben. Wir nur einmal.“
Die Islamisten hatten nach Aussagen eines in Afghanistan gefassten Verdächtigen in Deutschland besonders so genannte „weiche Ziele“ wie U-Bahnhöfe, Züge und Menschenansammlungen im Visier

Quelle: Welt.de, Sl-reseller.de , Supportstore-Webdesign

1 Kommentar:

kvvargask hat gesagt…

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